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DEFAULT : Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes: Tierhalter in der Pflicht
29.01.2014 23:43 (1315 x gelesen)

16. Arzneimittelgesetz-Novelle - Dr. Christiane Zaspel

Reduzierung des Antibiotika-Einsatzes: Tierhalter in der Pflicht


Am 01.04.2014 tritt die 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes in Kraft. Ziele sind eine verstärkte
Transparenz und eine Reduktion des Antibiotikaeinsatzes bei lebensmittelliefernden Tieren. Von der Gesetzesänderung betroffen sind Tierhalter, die Rinder, Schweine, Hühner oder Puten berufs- oder
gewerbsmäßig zu Zwecken der Mast (Fleischerzeugung) halten.

Die neuen Bestimmungen gelten also weder für milchliefernde Kühe noch für Hobbytierhalter.
Das Halten der betroffenen Masttiere muss der zuständigen Behörde mitgeteilt werden. Wird ein
solches Tier mit antibakteriell wirksamen Stoffen (Antibiotika) behandelt, muss dies halbjährlich der
Behörde gemeldet werden. Andere Arzneimittel wie z.B. schmerz- und entzündungshemmende Wirkstoffe
oder Schleimlöser sind von der Regelung nicht betroffen.

Die praktische Umsetzung erfolgt voraussichtlich über das bereits bekannte Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT). Die zuständige Behörde ermittelt so die betriebliche halbjährliche Therapiehäufigkeit. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit berechnet im
Folgenden zwei Kennzahlen, die dem Betriebsleiter mitgeteilt werden:

1. den Median (Wert, unter dem 50 % aller erfassten halbjährlichen Therapiehäufigkeiten liegen)

2. das dritte Quartil (Wert, unter dem 75% aller erfassten halbjährlichen betrieblichen
Therapiehäufigkeiten liegen)


Die Kennzahlen ermöglichen einen deutschlandweiten Vergleich der Mastbetriebe in Bezug auf die Antibiotikaanwendungen. Wenn ein Betrieb zu der Hälfte mit dem hohen Antibiotikaverbrauch gehört
(> Kennzahl 1), muss der Tierhalter mit seinem Tierarzt die Gründe für den hohen Bedarf ermitteln und
überlegen, wie die Anwendung antibiotischer Arzneimittel reduziert werden kann. Gehört der Betrieb zu
den 25% der Betriebe, die deutschlandweit am meisten Antibiotika pro Tier anwenden (> Kennzahl 2),
muss mit Hilfe tierärztlicher Beratung ein Plan zur Verringerung des Antibiotikaeinsatzes an die zuständige
Behörde gesendet werden. Diese kann gegebenenfalls weiterreichende Maßnahmen anordnen.


Mit der Gesetzes-Novelle werden Tierhalter von fleischliefernden Tieren in die Verantwortung genommen,
in Zusammenarbeit mit den Tierärzten den Antibiotikaverbrauch in der lebensmittelliefernden Tierhaltung
zu reduzieren.

Autor - Dr. Christiane Zaspel


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